Projekt/Projekat
10. Juli 2011 von admin
Gegenüber den zahlreichen Schlagzeilen sowie verschiedenen Berichten und Analysen über Bosnien-Herzegowina vor allem in den 1990er Jahren, verschwindet das Land heute zunehmend vom Radar der öffentlichen Aufmerksamkeit in Deutschland.
Aus unserer Sicht verdienen Land und Leute jedoch mehr Aufmerksamkeit als sie zur Zeit bekommen. Daher entstand die Idee zum Interviewprojekt „Stimmen aus Bosnien-Herzegowina“, mit dem wir junge Menschen in Bosnien-Herzegowina einladen, uns ihre Geschichte zu erzählen.
Wir gehen von der Annahme aus, dass jeder Mensch eine Geschichte hat, die es wert ist, erzählt zu werden. Jede Geschichte wiederum hat ihren Ort und ihre Hintergründe. Beide erschließen sich dem Zuhörer mit dem Erzählen. Indem wir den Lebensgeschichten junger Menschen in Bosnien-Herzegowina nachgehen, wollen wir uns also zugleich auch ein Bild von dem Land erschließen.
Einige unserer Interviewpartner kennen wir bereits. Andere werden wir auf unserer Reise erst kennenlernen. Bewusst setzen wir dabei auf den Zufall als unsichtbares Mitglied und Verstärkung unseres kleinen Teams. Die Klammer in unseren Interviews bilden Fragen an die Interviewten zu ihrer Wahrnehmung von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Grundsätzlich aber bestimmen unsere Gesprächspartner, was und wie sie erzählen wollen. Es ist ja schließlich ihre Geschichte.
Auch den Orten der Interviews, den verschiedenen Städten in Bosnien-Herzegowina schenken wir Aufmerksamkeit. Ein Bild sagt zwar nicht mehr als tausend Worte. Doch es ergänzt das geschriebene und gesprochene Wort in sinnvoller Weise. Aus diesem Grund werden wir die Interviewten und die Orte der Interviews zusätzlich im Bild portraitieren.
Unsere Reise wollen wir auch für andere erlebbar machen. Gleichsam „live“ können Interessierte die Ergebnisse unserer Arbeit auf diesem Blog verfolgen. Mit etwa halbtägiger Verspätung werden sie sehen, was wir sahen und hören, was wir hörten.

Naspram brojnih naslova u novinama kao i različitih izveštaja i analiza o Bosni i Hercegovini pre svega tokom devedesetih godina 20. veka, ova zemlja danas sve više nestaje sa radara pažnje javnosti u Nemačkoj.
Naše mišljenje je, međutim, da ova zemlja i njeni ljudi zaslužuju više pažnje nego što trenutno dobijaju. Odatle potiče ideja za intervju-projekat “Glasovi iz Bosne i Hercegovine”. U okviru projekta pozivamo mlade ljude da nam ispričaju svoju priču.
Polazimo od pretpostavke da svaki čovek ima neku priču koju vredi ispričati. Pritom, svaka priča ima svoje mesto i svoj kontekst. I jedno i drugo slušaaocu postaje jasno kroz samu priču. Posvećujući se životnim pričama mladih ljudi u Bosni i Hercegovini, želimo da sebi ujedno stvorimo i sliku o ovoj zemlji.
Neke od naših sagovornika već poznajemo. Druge ćemo tek upoznati na našem putovanju. Pritom svesno uvodimo slučajnost kao nevidljivog člana i pojačanje našeg malog tima. Okvir u našim intervjuima čine pitanja upućena sagovornicima o njihovom poimanju prošlosti, sadašnjosti i budućnosti. U osnovi, međutim, naši sagovornici sami određuju šta će i kako će nam ispričati. Konačno, to i jeste njihova priča.
Pažnju poklanjamo i mestima na kojima vodimo intervjue, različitim gradovima u Bosni i Hercegovini. Slika, doduše, ne govori više od hiljadu reči. Ali ona na dobar način dopunjuje pisanu i izgovorenu reč. Iz tog razloga ćemo u vidu slika dodatno portretirati i intervjuisane sagovornike i mesta na kojima su vođeni intervjui.
Naše putovanje želimo dočarati i drugima, kao da su ga sami doživeli. Skoro kao “uživo”, zainteresovani na ovom blogu mogu pratiti naše rezultate. Sa zakašnjenjem od otprilike pola dana, videćete ono što smo mi videli i čućete ono što smo mi čuli.
Liebe Freunde,
ich finde Euer Projekt großartig. Warum? Ich liebe Südosteuropa schon seit ich 1961 zum ersten Mal in Bulgarien war. In einem Zeltlager in Primorsko trafen sich junge Menschen aus vielen Ländern. Diese Reise veranlasste mich, in den folgenden Jahren auch mit meiner Familie immer wieder nach Bulgarien und Rumänien zu fahren.
Ich stimme Franziska voll zu, dass mit jeder Reise die Neugier auf das Land und seine Menschen immer größer werden und dass immer etwas bleibt, was den Wunsch erweckt, wieder zu kommen und das sind besonders die Menschen mit ihrer außerordentlichen Gastfreundschaft.
In Bosnien war ich nur einmal, in der Stadt Mostar im Sommer 2005. Diese Stadt und die Gespräche mit Einheimischen haben mich tief beeindruckt. Die alte Brücke war schon wieder hergestellt, aber in der Stadt gab es noch viele zerstörte Häuser. Beim Anblick dieser Ruinen sah ich mich plötzlich als Kind mit meinen Eltern 1945 durch das zerbombte Chemnitz gehen. Nie wieder darf sich so etwas wiederholen! Euer Projekt sehe ich als Beitrag zur Verständigung der Menschen, die doch letztlich alle den gleichen Wunsch haben, in Frieden zu leben.
Viel Erfolg für Euer Projekt wünscht Euch
Charlotte aus Rostock
Danke Charlotte für Deine nachdenklichen Worte. Wir hoffen, dass wir diesen hohen Erwartungen ein klein wenig gerecht werden können. Schau wieder vorbei. lg vom Admin
Hallo ihr drei, was für ein wunderbares Projekt! Viele interessante Begegnungen! Bleibt neugierig! Gruß! Nicholas
Ps: werde eure Seite mal im n-Ost Forum posten
Lieber Nocholas, freut uns, dass dir das Projekt gefällt! Guck dir auch die weiteren Interviews an und auf dem n-Ost Forum kannst du gern den Link posten. Das wäre super! LG aus Tuzla!